Willkommen in Kürbitz

Ein Sagenhaftes Dorf

Sie sind in Kürbitz

Ein Sagenhaftes Dorf

FVV Rosenbach/ Vogtl. e.V.

Tel.: 037431 – 86200
Email: info@muehlenviertel-vogtland.de
Web: www.burgstein.de

Öffnungszeiten

Die + Mi 13 bis 16 Uhr
außerhalb nach Absprache
Freitag nach Vereinbarung

K

Kürbitz - Ein Sagenhaftes Dorf

Das Dorf Kürbitz liegt im idyllischen Tal der Weißen Elster, umgeben von der grünen Hügellandschaft des sächsischen Vogtlandes. Das pittoreske Ortsbild des 600 Seelen Dörfchens wird geprägt durch seine bekannte Salvatorkirche (erbaut von 1624 bis 1626), die mit dem achteckigen Turm die Ortsansicht bereits von Weitem prägt und im Inneren mit ihrer reichen Ausstattung beeindruckt.

In der Mitte des Ortes verbindet eine alte Bogenbrücke seit 700 Jahren die beiden Uferseiten der Weißen Elster. Mit ihren 7 Bögen auf 46 Metern Länge gehört sie zu den ältesten Steinbogenbrücken Deutschlands. Nahe der Brücke befindet sich der ehemalige Rittergutshof von Kürbitz, mit Taubenhaus und dem einstigen Herrenhaus, dessen Kerngebäude bereits zur Zeit der ersten Besiedelung vor über 800 Jahren an dieser Stelle als Wasserburg errichtet wurde.

Hier herrschte einst Jobst von Feilitzsch, Nachkomme eines berühmten fränkischen und vogtländischen Uradelsgeschlechts, als alleiniger Rittergutsbesitzer. Der Sage nach, erlegte er einen Lindwurm, der in den Wäldern um Kürbitz sein Unwesen trieb und die Bauern bedrohte. Die schicksalhafte Begegnung zwischen dem Drachen und dem Ritter befreite Kürbitz zwar von der Schreckensherrschaft, endete jedoch für beide tödlich. Ihrem Retter zu Ehren, errichteten die Dorfbewohner dem Ritter Feilitzsch einen besonders prunkvollen Grabstein, dessen Relief den Helden mit Schwert und Rüstung, zu seinen Füßen das erlegte Untier, zeigen. Noch heute ist dieser Grabstein der Savatorkirche zu sehen.
Und auch die Sage ist noch lebendiger Teil der Dorfkultur. Wer ihr nachspüren möchte, kann sich auf dem knapp sechs Kilometer langen Kürbitzer Lindwurmpfad auf Spurensuche begeben.

Weitere Informationen unter: Vereine Kürbitz

Originale in Sachsens Dörfern

Als Kerbitzer Sagenfrau erzähle ich den Gästen die Sage vom Lindwurm zu Kürbitz.

Veranstaltungen

Jährlich, zum sogenannten „Löwenspektakel“, findet in Kürbitz das weit über die Grenzen des Vogtlandes hinaus bekannte Traditionstreffen aktiver Fahrer eines Simson SR2 Moped statt. Im August 2018 waren 1285 Teilnehmer mit ihren betagten Fahrzeugen am Start. Zur Tradition der SR2 - fahrer und des Traditionsrennes wurde im Dorf gegenüber der Teichinsel ein Denkmal errichtet.

Auf dem Gelände des „Goldnen Löwen“ findet alljährlich in der Adventszeit eine Weihnachtsausstellung mit Weihnachtsmarkt statt.

Sehenswürdigkeiten

Der Kernbau des Herrenhauses war einst eine turmartige Wasserburg mit Ringgräben. Die Holzkonstruktion des Fachwerkobergeschosses geht auf die Zeit um 1475 zurück. Der Massivteil kann jedoch wesentlich älter sein, weil es in Kürbitz mehrere frühe Wehranlagen unterschiedlichen Alters gab und noch gibt (siehe Teichinsel),
Das Rittergut Kürbitz wurde 1489 mit Jobst von Feilitzsch erstmals urkundlich erwähnt. Er machte sich zum alleinigen Rittergutsherren, Von den Anfängen bis zum Jahr 1945 war das Gut im Besitz der Adelsfamilie von Feilitzsch. Es war ein großer landwirtschaftlicher Betrieb. Von dem einst völlig umbauten Hof blieben das Herrenhaus der große hölzerne Taubenschlag, das gegenüberliegende Stall- und Wirtschaftsgebäude sowie die Umfassungsmauern an der Straßenseite erhalten.

Am 11.11.1987 brannte der Dachstuhl völlig ab. Mitglieder des DC-Kürbitz sicherten mit einem Notdach die Ruine. 2007 wurde mit Unterstützung des Freistaates Sachsen durch die Gemeinde Weischlitz das Gebäude statisch gesichert und das Dachgeschoß erneuert.

Bereits bei den alten Ägyptern wurde die Felsentaube in eigens dafür errichteten Taubenschlägen gehalten. Auch bei Assyrern. Phoniziern und im alten Griechenland war die Taubenzucht bekannt. In Mitteleuropa wurde die Taubenzucht durch die Römer verbreitet Das römische columbariurn ist die erste überlieferte Bauform eines Taubenschlags. Im europäischen Mittelalter waren Taubenschläge große freistehende Gebäude oder von Zimmerern künstlerisch gefertigte Holzhäuser, wo bis zu 500 Tauben kontrolliert brüten und übernachten sollten, wobei der Tauhenkot als wertvoller Dünger oft exportiert wurde.
Taubenzucht war eine vergnügliche Angelegenheit des Adels, deshalb sieht man Taubenschläge meist auf dem Gelände von Klöstern oder Herrenhäusern. Das bedurfte aber der Genehmigung des Königs. Die Tauben dienten der Nahrungserzeugung, werden aber mittlerweile in Deutschland nur noch zur Zucht oder für den Brieftaubensport gehalten. Vier sehenswerte guterhaltene Taubenschläge in Kürbitz sind Zeitzeugen von damals.

Schon aus der Ferne kann der Wanderer die große evangelische Kirche mit der mächtigen Kuppel und Laterne erkennen. Sie ließ der einflussreiche Gutsherr und kulmbach-brandenburgische Kanzler Urban Caspar von Feilitzsch in den Jahren 1624 bis 1626 an gleicher Stelle einer älteren Holzkirche erbauen. Stilmerkmale und Kunstwerke der späten Gotik bis zum Barock sowie protestantische und katholische Gestaltungselemente kann man außen und innen begutachten. Der Bauherr schuf ein Modell friedlichen Zusammenlebens in seiner Zeit, die unter dem Dreißigjährigen Krieg litt. Durch ein Renaissanceportal aus Rochlitzer Porphyr gelangt man in die dreischiffige Halle mit den Emporen rechts und links. Ein spätgotischer Flügelaltar, eine Kanzel von 1626, Grabsteine aus dem 16./17. Jhd. und wertvolle schmiedeiserne Gitter gehören zur Innenausstattung der Kirche. Der Kirchhof, der bis 1868 Friedhof war, ist von einer Steinmauer umgeben, in die 1925 ein granitenes Sühnekreuz aus dem Mittelalter ohne linken Kreuzarm und ein Gewichtsstein (Ferkelstein) eingefügt wurden. Das Pfarrhaus stammt aus dem 17. Jhd. Im Inneren befinden sich wertvolle Holzdecken und die mit kostbaren Bänden ausgestattete Pfarrbücherei sowie ein Pfarrsaal. Zur Kirchgemeinde Kürbitz und Weischlitz gehören heute noch die Orte Rodersdorf und Thossen.

1225 Der Name CURWITZ wird erstmals in seiner Siedlungsgeschichte urkundlich erwähnt und eine FURT deutet auf einen frühzeitlichen Elsterübergang hin.

1298
Die Brücke wurde durch zwei Urkunden belegt, die sich beide mit der Abgrenzung der Fischwässer für das Nonnenkloster Cronschwitz bei Wünschendorf befassen. Damals bestand die Brücke nur aus vier Steinbögen.

1880
Das alte Natursteinbrückengewölbe wurde im Brückenbuch erwähnt. Durch den linken Brückenbogen floss das Wasser des Mühlgrabens

1930
Die Brücke wird mit 3 rechteckigen Durchlässen aus Stahlbeton für den Hochwasserschutz erweitert

1945
Am 16. April wurden die zwei Mittelbogen der historischen Steinbogenbrücke durch ein Kommando der faschistischen Wehrmacht kurz vor Kriegsende gesprengt. Deutsche Kriegsgefangene schließen die Lücke mit einer Holzkonstruktion, die auch dem mächtigen Hochwasser 1954 standhielt.

1955
Vom 09. bis 31. Mai 1955 wird die marode Holzkonstruktion durch zwei neue Steinbögen ersetzt.

2004 Von Januar bis Dezember erfolgt die Sanierung der historischen Steinbogenbrücke. Dabei werden die drei rechteckigen Durchlässe durch Bögen ersetzt. Die aus Stahlbeton gefertigte Fahrbahndecke ist für schweren Fahrverkehr ausgelegt. Die neue Brücke besteht heute aus sieben Bögen mit Stützweiten von 8m bis 10m, ist 69,11m lang und besitzt einen separaten Fußweg.

2005
Am 28. Mai 2005 wird die Einweihung der neuen Elsterbrücke mit einem historischen Umzug im Ort und einem zünftigen Brückenfest gefeiert. Die Kürbitzer Brücke gehört zu den ältesten Steinbogenbrücken Sachsens

  • 17. Jhd. Erbaut als Fränkisches Bauernhaus aus Fachwerk mit Holzstaken und Lehmausfüllung im Obergeschoß. Im Erdgeschoß befindet sich eine historische Holzeinschubdecke. Im „Goldnen Löwen“ befinden sich historische Holzbalkendecken im Erd- und Obergeschoss sowie ein gut erhaltenes Ziegelgewölbe im ehemaligen Stall - heute als Löwenkeller bekannt.
  • 1870 Den großen Dorfbrand unbeschadet überstanden
  • 1883 Ein Baurevisionsprotokoll der Königlichen Amtshauptmannschaft Plauen vom 20. Dezember bezeugt Umbaumaßnahmen durch Gutsbesitzer Hiller.
  • 1887 Der herrschaftliche Kutscher Ottmar Richter und seine Frau Minna sowie Fam. Osterholzer wohnen hier mit ihren Kindern bis nach dem 1.Weltkrieg.
  • 1889 Der Gasthofbesitzer Wilhelm Roth erhält die Genehmigung zur Errichtung eines Tanzsaals, er stirbt aber kurz darauf. 7 Jahre später lässt seine Frau Anna bauen.
  • 1903 Ein Kegelbahngebäude mit Holzveranda und Kegelstube werden errichtet.
  • 1906 Wirt Franz Richard Jacob beleuchtet erstmals mit Karbid-Gaslampen den Saal.
  • 1907 Der Actien-Brauverein zu Plauen übernimmt den Gasthof, ein Sommerbüffet wird eröffnet und eine schmiedeeiserne Treppe als Zugang zum Saal eingebaut.
  • 1908 Der Gastwirt Emil Roth pachtet den Gasthof Kürbitz und bleibt 23 Jahre.
  • 1931 Karl Zschäck erhält die Konzession zum "Ausschank von Bier, alkoholfreien Getränken und Wein sowie zum Beherbergen, Ausspannen, Krippensetzen und zur Abhaltung öffentlicher und nichtöffentlicher Tanzvergnügen". Der Gasthof Kürbitz erhält den Namen "GOLDNER LÖWE".
  • 1937 Übergang des Hillerschen Gutes an den Besitzer des Kürbitzer Rittergutes Freiherr Joachim von Feilitzsch.
  • 1948 Alfred Günther erhält das Wohn- und Stallgebäude als Neubauerngehöft bis 1964, dann muss es wegen Bauschäden gesperrt werden.
  • 1955 Gastwirt und Fleischermeister Zschäck zieht um - "Zum Grünen Thal".
  • 1956 Der VEB Dampfkesselbau Gera übernimmt das Objekt des „Goldnen Löwen“ als Ferienheim für ein paar Jahre und nennt es "FROHE ZUKUNFT".
  • 1965 Gemeinde Kürbitz wird Rechtsträger des Hillerschen Gutes und lässt den baufälligen Dachstuhl von den Firmen W. Roth und H.-E. Schröder erneuern. Das Haus wird wieder bis 1995 von mehreren Familien bewohnt.
  • 2006 Der Dorfclub Kürbitz e.V. pachtet das leerstehende Gebäude von der Gemeinde Weischlitz.
  • 2010 Mitglieder des Dorfclubs legen das alte Fachwerk am Straßengiebel frei, sanieren und gestalten die Fassade mit der Malerei des Lindwurms neu.

600 u.Z. Die Sorben kamen in unser Land und bildeten in den waldfreien Gebieten um Plauen den Dobnagau und 1225 das Dorf Kurwitz.
10./11. Jhd. Es kamen deutsche Ritter als Eroberer ins Land und besetzen den schwach besiedelten Dobnagau. Zum eigenen Schutz und ihrer Verteidigung errichten sie Wasserburgen.
1294 Henricus residens in Kurwitz dictus de Lasan hatte nachweislich seinen Herrensitz ( auch Vorwerk genannt ) auf der Teichinsel.
15. Jhd. In Kürbitz gab es zum damaligen Zeitpunkt vier Vorwerke.
16. Jhd. Mit Beginn des 16. Jhd. wurden die Herren von Feilitzsch alleinige Grundherren von Kürbitz und ließen die Wasserburg bei der Kirche als Rittergut ausbauen. Die Kürbitzer Wasserburg ist eine der schönsten und gut erhaltenen Wallgärten des Vogtlandes.

Nach Erzählungen und Überlieferungen soll inmitten des Teiches in früheren Zeiten eine Ritterburg gestanden haben, daher Burgteich. Der Teich liegt auf einer Quellmulde in 436m über NN. Er hat eine Fläche von 12,5 ha und erhält sein Wasser nur aus Niederschlägen.
Ringsum ist er von einem dichten Schilfgürtel umgeben und bietet somit einheimischen und seltenen Wasservögeln beste Brutstätten. Schon seit 1926 steht das ca. 66 ha große Waldgebiet als Vogelfreistätte unter Naturschutz und ist mit seiner breit gefächerten Flora und Fauna das älteste Naturschutzgebiet im Vogtland. Stockenten, Blesshühner, Löffelenten, Graureiher, Haubentaucher, Schwäne, Teichhühner oder seltene Alpenstrandläufer kann man beobachten.
Das Areal war bis 1945 im Besitz des Kürbitzer Rittergutes und diente seit Jahrhunderten der Karpfenhaltung, die von der Fischereiproduktions-genossenschaft bis 1990 fortgesetzt wurde. Heute ist das Burgteichgebiet in Privatbesitz.

Unsere Gastgeber

Erholen und Entdecken

Zimmervermietung Hager

Querstr. 8
08538 Weischlitz OT Kürbitz
Tel. 037436 84733 oder 01627795190

Ferienhaus „Elsterblick“

Familie Heinz Siedlung 34
08538 Weischlitz OT Kürbitz
Tel. 037436 2845

Fleischerei & Gastwirtschaft Zschäck

Gasthof „Zum Grünen Thal“
Oberweischlitzer Str. 5
08538 Weischlitz OT Kürbitz
Tel. 037436 2495 www.zschaeck.de

Pension Büchold

Kirchplatz 9 08538 Weischlitz OT Kürbitz
Tel. 037436 12905
www.zimmer-buechold.de www.zschaeck.de

Unsere Gastgeber

Erholen und Entdecken

Landgasthof Strobel

Hofer Landstr. 235
08527 Plauen
03741 202121

Judith´s Brückenstüb´l

Judith´s Brückenstüb´l Zur Pirkmühle 1 A 08538 Weischlitz OT Pirk
Tel. 037436 12399
www.judiths-brueckenstuebl.de

Martina's Hutzen-Stube

Hofer Landstr. 235
08527 Plauen
03741 202121

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch

FVV Rosenbach/ Vogtl. e.V.

Adresse:Am Park 1 (im Schloss Leubnitz)
D-08539 Leubnitz

Tel.: 037431 - 86200
Email: post@muehlenviertel-vogtland.de
Web: www.burgstein.de

Öffnungszeiten:

Die + Mi 13 bis 16 Uhr
außerhalb nach Absprache
Freitag nach Vereinbarung

Anreise

Wegbeschreibung nach Kürbitz/Vogtland:

Auto: München oder Berlin auf A9 bis Dreieck Bayrisches Vogtland– weiter auf A72 bis AS Pirk, weiter auf B173 ca.2 km Richtung Plauen, Abzweig Kürbitz ca. 2 km Ortsmitte. - aus Regensburg A93 bis Dreieck Hochfranken, dann auf A72 bis AS Pirk, weiter auf B173 ca.2 km Richtung Plauen, Abzweig Kürbitz ca. 2 km Ortsmitte.

Bahn: Dresden/Leipzig – Reichenbach - Plauen – Bad Brambach, HP Kürbitz, ca. 800m bis Ortsmitte - Gera – Plauen/Mitte – Weischlitz, HP Kürbitz, ca. 800m bis Ortsmitte

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